Durch die Schluchten bei Zwingenberg

Seit zwei Monaten war ich nicht mehr zuhause in der Pfalz und für das Wochenende war herrliches Herbstwetter angesagt, also habe ich mich mit den Mannheimer Freunden zum Wandern im Odenwald verabredet. Zwar bietet einem die Gegend rechts des Rheins weniger Einkehrmöglichkeiten, aber jede Menge schöne Natur und ruhige Wanderwege.

Eine ähnliche Tour war ich mit Kurt & Volker vor zwei Jahren schon einmal gewandert, allerdings sind wir die Route südwestlich links des Neckars gelaufen. Diese Variante finde ich jedoch deutlich schöner und vor allem angenehmer, als damals im Hochsommer.

Höhenprofil
Höhenprofil
Distanz: 16,6 km
Höhenmeter: ca. 470 m
Belag: Asphalt, Forst- und Wirtschaftswege, naturnahe Pfade
Kategorie: leichte Wanderung
Wanderroute 1338315 – powered by Wandermap

Die Tour führt vom Bahnhof Zwingenberg hoch zum Schloß, dort befindet sich der Einstieg zur Wolfsschlucht. Die Warnschilder finde ich etwas überzogen, wohl auch, weil ich vom Alpenvorland her ganz andere Situationen gewohnt bin. Da die Schluchten feucht sind, kann es halt recht rutschig sein, gutes Schuhwerk sollte man schon an den Füßen haben, Flipflops sind da ungeeignet.
Nach dem Ausstieg aus der Schlucht geht’s weiter nach Nordosten, erst durch den Wald und ab Dielbach-Post ein Stück weit über Felder. Oberhalb Schollbrunn macht die Route dann eine Spitzkehre und es geht fast nur noch abwärts durch ein Tal in Richtung Neckargerach zurück. Für den Abstecher durch die Margarethenschlucht muss man nochmal ein paar Meter den Hügel hinauf und wird dann aber in der Abendsonne mit einem kleinen Abenteuer belohnt. Ich finde die Margarethenschlucht optisch reizvoller als die Wolfsschlucht, sie ist immer wieder ein Spaziergang wert.

Vielen Dank auch an Ingo Stader für seine Bildbeiträge!

Zur finalen Einkehr bietet sich in Neckargerach das Gasthaus Zur Eisenbahn direkt am Bahnhof an. Die Speisekarte ist übersichtlich, trotzdem sehr lecker und die Preise sind moderat. Auf’s Auto kann man für diesen Ausflug im Prinzip verzichten, die Bahnstrecke ist gut frequentiert.

Viel Spaß!

Auf den Daniel über die Nordroute

DanielSeit 2 Wochen haben wir ein herrliches Herbstwetter über ganz Deutschland und der Nationalfeiertag bringt uns ein langes Wochenende. Seit 2 Jahren habe ich schon geplant, in den Ammergauer Alpen zu wandern und nun hatte es endlich mit allem gepasst. Also bin ich früh mit dem Zug in Richtung Tirol gefahren, begleitet von etlichen Bierleichen, die grad von den After-Wiesn-Parties kamen … 😉

Daniel - ZugspitzeDer Daniel ist mit 2340 m der höchste Berg in den Ammergauer Alpen und steht an deren Südseite, eingerahmt von den Ortschaften Ehrwald und Lermoos. Reist man mit der Bahn an, benötigt man von München aus ca. 2 Stunden mit Umstieg in Garmisch-Partenkirchen.
Die Tour ist technisch nicht anspruchsvoll, aber sehr anstrengend und man sollte mit Pausen ca. 7-8 Stunden Gehzeit einplanen. In Gipfelnähe ist man mühsam auf Geröll- und Schotter unterwegs, also unbedingt die Stöcke mitnehmen.

Höhenprofil
Höhenprofil
Distanz: 14,8 km
Höhenmeter: ca. 1340 m
Belag: Asphalt, Forst- und Wirtschaftswege, naturnahe Pfade
Kategorie: mittelschwere Wanderung
Wanderroute 1285760 – powered by Wandermap

Mieminger KetteDie hier beschriebene Route führt von Nordosten her über das Meirtljoch zur Upsspitze hoch, den Daniel erreicht man über den Verbindungsgrat. Die Strecke ist wesentlich ruhiger und man hat den Gipfel fast die ganze Zeit im Blick.
Ab dem Bahnhof Ehrwald geht’s zuerst ein Stück entlang der Bundesstraße zurück, bis man an eine asphaltierte Forststraße kommt. Eine Beschilderung zum Daniel fehlt hier komplett und ich bin zuerst mal dran vorbei gelaufen. Man muss allerdings gut 2 km der Forststraße folgen, bis man die ersten Wegweiser zum Daniel sieht. Ab da kann man sich dann nicht mehr verlaufen.

Der Weg führt zum Teil durch lichten Wald bis zum Meirtljoch hoch, von dort sind es dann nochmal etwa 400 Höhenmeter bis zum Gipfel, die es aber in sich haben. Der Weg durch das nördliche Kar führt fast durchgängig über Schotter und Geröll, bietet aber eine schöne Aussicht in den nordwestlichen Teil der Ammergauer Alpen.
Am Kamm oben angekommen, sind es noch ca. 30 Minuten zur Upsspitze und dem Gipfel des Daniel.

Tuftlalam (Lermooser Alm)Der Abstieg zum Grünen Ups war ähnlich beschwerlich, da es recht steil auf Schotter hinab geht. Ab dem Gipfelkreuz des Grünen Ups geht es dann wieder einfacher vorwärts, sogar ein Stück durch den Wald bis zur Lermooser Alm (Tuftlalm), die sich prima zur Einkehr anbietet.
Von dort ist man in ca. 45 Minuten in Lermoos am Bahnhof, es geht aber zum Teil recht steil hinab. Ursprünglich plante ich eine Rundwanderung zum Ehrwalder Bahnhof zurück, der Weg dürfte nur etwa 1,5 km länger sein und ist gut beschildert.

Weiterführende Informationen

Radtour von München zur Auer Alm

Blick von Gmund über den TegernseeSeit gestern Abend die Wolkendecke wieder aufgerissen ist, haben wir einen herrlichen Blick zu den Alpen und die Wettervorhersage versprach einen angenehmen und sonnigen Sonntag – ideale Voraussetzungen für eine Radl- oder Bergtour.
Ich habe daher beides miteinander verknüpft und bin relativ zeitig nach Süden geradelt. Da ich 2-3 längere Pausen eingelegt hatte, war ich erst am Abend wieder daheim und zwar ziemlich müde.

Routenbeschreibung

Eine sehr schöne Tagestour durch die Natur, überwiegend abseits verkehrsreicher Straßen. Die Ausnahmen sind der Abschnitt zwischen Holzkirchen und Warngau, sowie zwischen Bad Tölz und Geretsried. Beide lassen sich aber mit entsprechenden kleinen Umwegen umgehen.

Blick von der Auer AlmAb der Auer Alm (1269 m) hat’s der erste weitere Kilometer in sich. Es geht auf groben Steinen zügig abwärts und man braucht selbst mit einem Fully viel Geschick, um diesen Weg zu fahren. Weiter kam hinzu, daß der Weg aufgrund von Waldarbeiten sehr gelitten hat und vom Regen des Vortags aufgeweicht war. Ich hatte mich daher auf dem Abschnitt für’s Nebenherrollenlassen entschieden, im Prinzip hat man diese Etappe in etwa 15 Minuten hinter sich.

Höhenprofil
Höhenprofil
Distanz: 128,3 km
Höhenmeter: ca. 1140 m
Belag: Asphalt, Unbefestiger Weg, Schotter
Kategorie: Nur für Mountainbike geeignet
Radroute 1221024 – powered by Bikemap

Danach mündet der weitere Weg aber in einen gut befahrbaren Wirtschaftsweg und später sogar in eine asphaltierte Straße entlang des Sonnersbach – hier kann man es richtig gut rollen lassen.
Die bessere, aber etwas längere Alternative, wäre die Fahrt von der Auer Alm etwas südwestlicher über den Hirschtalsattel nach Lenggries hinab. Die hier gefahrene Variante spart jedoch gut 10 Kilometer bis Bad Tölz.

Ab Tölz geht’s entlang einer Landstraße bis Geretsried, von dort entlang der Isar bis nach Wolfratshausen und weiter durch die Pupplinger Au nach Schäftlarn hoch. Beim Brückenfischer kann man sich dann entscheiden, ob man links oder rechts der Isar nach München fährt, die Entfernung ist in etwa gleich.

Kloster SchäftlarnZur Einkehr bieten sich viele Gelegenheiten entlang der Dörfer, so wie die Auer Alm mit ihrer herrlichen Bergsicht. Allerdings muss man damit rechnen, daß es an schönen Tagen ziemlich voll da oben wird. Zum Abschluß bietet sich der Biergarten am Kloster Schäftlarn an, aber der Selbstbedienungsbereich schließt oftmals relativ früh.

Viel Spaß! 🙂

Von Kreuth über die Tegernseer Hütte nach Lenggries

LeonhardsteinDa nun endlich mal der Sommer da ist und für die ganze kommende Woche schönes Wetter angesagt ist, musste ich endlich mal wieder raus in die Berge. Dieses Jahr war es auch aus beruflichen Gründen nur selten möglich, die wenigen schönen Tage zu nutzen und daher war das die erste anspruchsvolle Tour in dieser Saison.
Ich hoffe jedoch, in den nächsten Wochen noch einige Male ein Tour machen zu können, falls der Herbst schön bleibt.

Mit einem Freund zusammen bin ich wieder zur Tegernseer Hütte hoch gegangen, dieses Mal sind wir am frühen Nachmittag in Kreuth gestartet. Man erreicht den Ort südlich vom Tegernsee problemlos mit öffentlichen Verkehrsmitteln, der Bus fährt zweistündlich ins Weißachtal (Haltestelle “Kreuth, Riedlerbrücke”).
Im Prinzip lässt sich diese Route an einem Tag gehen, aber dann sollte man früh in Kreuth starten und eine gute Kondition mitbringen, das ist sehr anstrengend, gerade an warmen Tagen. Ab Lenggries kommt man noch spät abends mit dem Zug nach München zurück.

Höhenprofil
Höhenprofil
Distanz: 22,8 km
Höhenmeter: ca. 1420 m
Belag: Asphalt, Forst- und Wirtschaftswege, naturnahe Pfade
Kategorie: mittelschwere bis schwere Wanderung
Wanderroute 1208850 – powered by Wandermap

Um den klaren Nachthimmel zu geniessen, wollten wir jedoch auf dem Berg übernachten und haben eine 2-Tage-Wanderung daraus gemacht – bei der Tegernseer Hütte lohnt sich das immer wieder. Die Route führt bis zur Buchsteinhütte großteils durch schattigen Wald, so daß man an sonnigen Tagen gut von der Hitze verschont bleibt.
Den kurzen Abstecher zum Gipfel des Leonhardstein (ca. 1 h für Auf- und Abstieg) sollte man ruhig mit einplanen, da man einen schönen Blick zum Buchstein hat. Der Weg ist etwas steil, aber gut zu gehen. Danach geht’s wieder etwas abwärts ins Schwarzentenntal, man überquert die Klamm und erreicht ab dort in etwa 40 Min. die Buchsteinhütte, die zu einer kurzen Einkehr einlädt.

Die Bilder stammen von unterschiedlichen Wanderungen

Von dort dauert der Anstieg zum Roß- und Buchstein noch ca. 1 Stunde und man sollte schauen, daß man vor 18.00 Uhr in der Hütte ankommt, sonst gibt’s nur noch kleine Schmankerl zum Abendbrot. Wer in der Hütte übernachten möchte, sollte früh buchen, in der Regel sind die Matratzenlager an schönen Tagen und vor allem am Wochenende immer voll belegt.

Kletterstelle beim MariaeckAm nächsten Tag sind war dann früh nach Westen gestartet, um nicht die ganze Strecke in der Hitze gehen zu müssen. Der Weg führt zuerst zur Roßsteinalm hinab, dann unterhalb vom Schönberg zum Mariaeck. Kurz danach wird’s anspruchsvoll, man muss ein bisserl klettern und sollte schwindelfrei sein.
Der weitere Weg zur Lenggrieser Hütte ist dann wieder sehr einfach zu gehen und zum Teil schattig. Nach einer kurzen Einkehr sind wir dann zur Grasleite hoch, ein schöner und ruhiger Weg mit einer herrlichen Aussicht in die Jachenau und zur Benediktenwand hinüber. Von dort führt der Weg ziemlich zügig durch den Wald hinab und man geht noch etwa 3 km in der Ebene bis nach Lenggries zum Bahnhof.

Weiterführende Informationen

Radtour vom Tegernsee nach München

Nachdem es auf Rügen ziemlich verregnet war, hatte ich mich entschlossen, etwas früher zurück zu reisen und noch ein bisserl in die Berge zu fahren. Da es dort auch viel geregnet hatte und die Wege recht matschig waren, wurde mal wieder eine Radtour daraus.

Ursprünglich wollte ich nach der Schwarzentenn-Alm über Kreuth zurück nach Gmund, aber dann wäre ich schon früh am Ziel gewesen. Also habe ich mich für einen längeren Umweg zurück nach München entschlossen. Trotz der Länge und der Höhenmeter ist die Tour entspannt, man kann’s richtig gut rollen lassen – fast bis nach Minga! 🙂

Routenbeschreibung

Eine sehr schöne Radtour mit Start in den Tegernseer Bergen, ab Bahnhof Gmund. Der Weg führt zuerst nach Bad Wiessee, von dort zur Schwarzentenn-Alm hoch. Hier ist auch der Scheitelpunkt erreicht, von nun an geht’s überwiegend nur bergab.


Die Route führt weitgehend durch naturnahes Gebiet, nur zwischen Glashütte (KM 24) und dem Sylvenstein-Staudamm (KM 35) muß man auf der Bundesstraße fahren. Ansonsten fährt man auf gut ausgebauten Radwegen, im Bereich Lenggries zum Teil entlang der Bundesstraße. Alle anderen Wege sind mit dem Mountainbike sehr gut befahrbar. 

Höhenprofil
Höhenprofil
Distanz: 112,0 km
Höhenmeter: ca. 1000 m
Belag: Asphalt, Forst- und Wirtschaftswege
Kategorie: Für Mountainbike geeignet
Radroute 1116782 – powered by Bikemap

Zur Einkehr bieten sich viele Gelegenheiten: die Schwarzentenn-Alm, Glashütte, um Lenggries herum einige Lokale und zum Abschluß der Biergarten am Kloster Schäftlarn. Verdursten wird man also nicht.

 

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