Archive for July, 2009

Rundwanderung Wissembourg – Hohe Derst – Waldgeisterweg

Seit ein paar Tagen bin ich schon in der Pfalz und hüte das Haus meiner Eltern, während sie in Spanien den Jakobsweg erkunden. Da heute das Wetter bestens mitgespielt hat, war ich selbst auf Tour gegangen.

Die Gegend im oberen Elsass ist sehr angenehm zu gehen. Die Hügel erreichen nicht ganz die Höhe wie im nördlichen Bereich des Pfälzerwalds und es ist generell touristisch etwas ruhiger, abgesehen vom Deutschen Weintor in Schweigen.

Routenbeschreibung

Für diese schöne und sehr leichte Wanderung im südwestlichsten Zipfel des Pfälzerwalds, dem Oberen Mundatwald, ist das Städtchen Wissembourg im Elsaß als Start und Ziel gewählt, das man sehr gut per ÖPNV erreicht. Die Route führt auf Wirtschaftswegen und naturnahen Pfaden großteils durch den Wald und ist auf den wenigen asphaltierten Abschnitten auch sehr ruhig, mit Ausnahme des kurzen Stücks entlang der Weinstraße.

Höhenprofil
Höhenprofil
Distanz: 25,5 km
Höhenmeter: ca. 440 m
Belag: Asphalt, Naturnahe Pfade, Forst- und Feldwege
Kategorie: leichte Wanderung
Wanderroute 264021 – powered by Wandermap

Wir verlassen den Bahnhof zur Hauptstraße Avenue de la Gare in Fahrtrichtung, überqueren den Kreisverkehr und folgen ein Stück der Lauter bis zu einer Querung der Hauptstraße. Der Weg beginnt mit dem “Grünen Kreuz” in Richtung Weiler, führt erst entlang der Rue Chateau d’Eau durch ein Wohngebiet und am Ende dessen über Wiesen und Weiden durch das Lautertal bis nach Weiler. Dort gehen wir ein Stück entlang der Landstraße über den alten Grenzübergang, an der kleinen Kapelle weichen wir vom Zeichen ab und bleiben auf der Bundesstraße bis zum St. Germanshof. Wer die Tour etwas abkürzen möchte, kann gut mit PKW oder Bus anreisen und St. Germanshof als Einstiegspunkt verwenden, allerdings verpasst man dann eine schöne Etappe entlang der Lauter.

Derstenhaus

Ab dem Waldparkplatz folgen wir dem Zeichen “Weißes Dreieck” über die Hohe Derst bis zur Burgruine Guttenberg. Kurz vor dem Derstenhaus, einer Rast- und Schutzhütte, wechselt sich das Zeichen auch mit dem “Weißen Balken” ab, das ist etwas irritierend. Das “Weiße Dreieck” führt ab der Ruine weiter über Dörrenbach bis nach Bad Bergzabern. Wer die Tour etwas variieren möchte, findet damit ein gutes Alternativziel mit Bahnanschluß.

Schnitzereien Volker Dahl

Nach einem Rundgang in den Resten der Burg, die im 12. Jahrhundert als Reichsburg erbaut wurde, geht’s am Fuß des Burgfelsens rechts ab und wir folgen dem Zeichen “Grün-Gelber Balken” stetig abwärts nach Oberotterbach. Entlang des Waldgeisterwegs stehen skurrile Figuren, die vom Künstler Volker Dahl in unzähligen ehrenamtlichen Stunden aus Wurzeln, Holzstümpfen und Baumstämmen geschnitzt wurden. Im Ort wechselt das Zeichen auf “Gelber Balken“, führt durch die Weinberge und zum Teil entlang der Weinstraße nach Wissembourg zurück. Ein Besuch der Altstadt und eine Einkehr erfreut mit lokalen kulinarischen Spezialitäten. Ansonsten bietet sich auf der Tour der Germanshof und das Schützenhaus kurz vor Oberotterbach zur Verpflegung an.

Dauer: ca. 5 Std.
GPS: Garmin Oregon 300
Download:   Wissembourg - Hohe Derst - Waldgeisterweg (39.7 KiB, 291 hits)

Weiterführende Informationen

Eine alternative, etwas kürzere Variante der Tour habe ich mit guter Beschreibung hier gefunden:
http://wandern-in-der-pfalz.kruemelhuepfer.de/wanderungen-pfalz/guttenberg-deutschesweintor/

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Rundwanderung von Zwingenberg in die Margarethenschlucht und Wolfsschlucht

Eine leichte Wanderung im Odenwald entlang des Neckars. Start und Ziel ist der Bahnhof Zwingenberg, der problemlos mit dem ÖPNV aus dem Rhein-Neckar-Raum zu erreichen ist.

Routenbeschreibung

Die Tour führt überwiegend durch schattigen Mischwald, was gerade an heißen Sommertagen sehr angenehm ist. Direkt ab Bahnhof folgen wir dem Zeichen “Rotes R” in Richtung Neckargerach, das uns direkt zur Margarethenschlucht führt. Entlang des herabstürzenden Bachs kann es sehr feucht und rutschig sein, gutes Schuhwerk ist von Vorteil.

Von dort führt der Weg wieder zurück nach Neckargerach, nach einer kurzen Einkehr im Gasthof “Zur Eisenbahn” gehts es entlang der Beschilderung weiter über den Neckar zur Minneburg.

Von dort folgen wir dem Zeichen “Gelbes R” durch schattigen Wald bis zu einer asphaltierten Straße, die uns in Serpentinen nach Zwingenberg hinunter führt. Wir fahren mit der Fähre über den Fluß und begeben uns auf den Weg in Richtung Schloß. Direkt dahinter beginnt der Einstieg zur Wolfsschlucht. Der letzte Teil des Weges führt wieder zum Bahnhof Zwingenberg.

Höhenprofil
Höhenprofil
Distanz: 22,4 km
Höhenmeter: ca. 230 m
Belag: Asphalt, Naturnahe Pfade, Forst- und Feldwege
Kategorie: leichte Wanderung
Wanderroute 257648 – powered by Wandermap

Dauer: ca. 4-5 h zzgl. Pausenzeiten
Karte: Freizeitkarte 514, “Mosbach”, ISBN 3-89021-607-2
GPS: Garmin Oregon 300  Margarethenschlucht - Wolfsschlucht (39.0 KiB, 154 hits)

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Von Kreuth auf den Risserkogel

Den heutigen Nachmittag hatte ich mir frei genommen, um die Tour auf den Risserkogel zu gehen, aber das hätte ich besser bleiben lassen sollen. Zuerst hatten mich beim Aufstieg die Bremsen (Tabanidae) getrieben und als ich endlich oben war, hat mich ein aufziehendes Gewitter gleich wieder runter getrieben. So hatte ich mir das nicht vorgestellt. :)

Man sollte sich auch unbedingt den ganzen Tag für diese Tour Zeit nehmen, der Weg ist teilweise sehr anstrengend zu gehen. Eine gute Idee wäre sicher auch, die Route in umgekehrter Richtung zu gehen und den etwas weiteren Abstieg über die Langenau zu wählen. In diesem Fall besteht zum Ende der Tour die Möglichkeit zur Einkehr in der Schwaigeralm.

Routenbeschreibung

Eines vorab: Der Risserkogel mit seinen 1826 m fordert eine gute Kondition und Trittsicherheit, egal aus welcher Richtung man ihn in Angriff nimmt. Die hier vorgestellte Route ist die zwar die kürzeste, man sollte sich aber den ganzen Tag dafür Zeit nehmen – schon allein wegen der vielen Gelegenheiten zur herrlichen Aussicht.
Die Ortschaft Kreuth im Tegernseer Tal erreicht man sehr gut mit dem ÖPNV. Wer auf den Bus verzichten möchte, nimmt’s Radl mit – es führt ein sehr schöner und leichter Radweg entlang der Weißach. Start und Ziel der Tour sind die Riedler Stub’n, etwas zu trinken bekommt man aber auch am Minigolfplatz gegenüber.

Höhenprofil
Höhenprofil
Distanz: 14,1 km
Höhenmeter: ca. 1010 m
Belag: Asphalt, Naturnahe Pfade, Forst- und Feldwege
Kategorie: mittelschwere bis schwere Wanderung
Wanderroute 253602 – powered by Wandermap

Der Weg führt am Ende des Wohngebiets mäßig, aber stetig ansteigend auf einem steinigen Forstweg in den schattigen Mischwald. Die erste Hälfte dieses Anstiegs zum Risserkogel ist nur erfahrenen Wanderern zu empfehlen und keinesfalls an feuchten Tagen! Der Weg ist nicht markiert und stellenweise durch die dichte Vegetation kaum als solcher erkennbar, eine Routenführung per GPS ist von großem Vorteil. Auch gutes Schuhwerk und Wanderstöcke sind auf dem Teilabschnitt entlang der grasbewachsenen steilen Abhänge der Pförnwand und Zobelwand unverzichtbar, diese Etappe ist nicht ungefährlich. Dafür sieht man auf diesem Abschnitt, abseits von der weiter südlich geführten üblichen Route K5, auch mal einen Steinbock und hat die Blauberge stets im Blick.

Bei ca. KM 4,5 stösst man dann auf den regulären Anstieg über den Weg RK1 zur Ableiten Alm. Dort halten wir uns rechts und nach dem Wegweiser gehts weiter leicht auf und ab nach Osten zum Südanstieg bis kurz vor den Gipfel. Dann wird es steil, es sind noch über 400 Höhenmeter zu schaffen. Der Weg führt über Wiesen und durch Latschen entlang der Ostflanke nach oben, manchmal braucht man die Hände. Der Gipfel hat keine große Fläche, aber auch keine steilen Abhänge. Man sieht hier zum ersten Mal den benachbarten zerklüfteten Blankenstein und hat eine wunderbar weitläufige Aussicht auf das Umland. Der im Süden hinter den Blaubergen liegende Guffert zeigt sein imposantes Massiv und man bekommt einen guten Eindruck, was der Schinder von einem fordert.


Der Abstieg ist nicht weniger steil und anstrengend, auch hier benötigt man gelegentlich die Hände. Der Weg führt auf dem Alpenlehrpfad RK am Grat entlang zum Grubereck, kurz danach führt ein Wegweiser auf den WB1 wieder in den dichten Wald nach Kreuth. Man kreuzt gelegentlich einen Wirtschaftsweg, der etwas besser zu laufen ist.
Wer nicht unbedingt nach Kreuth zurück muß, kann zum Wallberg weiter gehen und in der Bergstation einkehren. Dort ist der Abstieg nach Rottach auch wesentlich leichter und angenehmer.
Auf dieser Route gibt’s keine Einkehrmöglichkeit, abgesehen vom Start und Ziel – unbedingt genügend Proviant mitnehmen. Viel Spaß!

Aufstieg: ca. 3,5 – 4,5 h
Abstieg: ca. 2 – 3 h
Karte: KOMPASS WK 08, “Tegernseer Tal”, ISBN 978-3-85491-232-3
GPS: Garmin Oregon 300  Rundwanderung Kreuth - Risserkogel (44.1 KiB, 115 hits)

Weiterführende Informationen

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