Meine “Hausberge” sind eigentlich eher die zwischen Lenggries und Bayrischzell, aber gelegentlich treibt’s mich doch mal in Richtung Garmisch, es gibt dort sehr schöne Wanderungen.

Eine sehr schöne Tour ist der Gang durch das Estergebirge. Zwar etwas anstrengend, aber doch an einem Tag zu schaffen, wenn man früh startet. Man sollte viel zu trinken mitnehmen, unterwegs bietet sich nur die Weilheimer Hütte zur Einkehr an. Der einzige Supermarkt am Zielort, dem Elendskaff Eschenlohe, schliesst schon um 18.00 Uhr …

Routenbeschreibung

Eigentlich sollte man sich für eine Tour durch die Berge zwischen Garmisch-Partenkirchen und dem Walchensee ruhig 2 Tage Zeit nehmen und in der Weilheimer Hütte übernachten, aber man kann die Gegend auch gut an einem Tag erkunden, wenn man nicht unbedingt auf jeden Gipfel hinauf muß.
Die Route führt von Farchant zum Hohen Fricken, weiter zum Krottenkopf und der Abstieg nach Eschenlohe. Die An- / Abreise kann stündlich mit dem ÖPNV erfolgen.

Die Wanderung zum Krottenkopf ist eine sehr anstrengende Angelegenheit, da man diesen Gipfel nur über größere Entfernungen erreicht, egal aus welcher Richtung man es versucht. Aber es lohnt sich sehr, der Hohe Fricken bietet eine wunderbare Aussicht über Garmisch hinweg ins Zugspitzgebiet, vom Gipfel des Krottenkopf sieht man weit bis ins Karwendel- und Mangfallgebirge hinein.
Die hier vorgestellte Route erfordert eine sehr gute Kondition und Trittsicherheit – viele Abschnitte führen durch Geröllfelder, insbesondere der Abstieg ist etwas schwierig. Als Einkehr bietet sich auf halber Strecke nur die Weilheimer Hütte unterhalb des Krottenkopf.

Höhenprofil
Höhenprofil
Distanz: 21,8 km
Höhenmeter: ca. 1680 m
Belag: Asphalt, Naturnahe Pfade, Forst- und Feldwege
Kategorie: mittelschwere Wanderung
Wanderroute 296777 – powered by Wandermap

Der Aufstieg (W6) beginnt in Farchant und führt zuerst entlang eines Walderlebnispfades zu den Kuhfluchtwasserfällen. Ab hier sollte man die Empfehlung „nur für Geübte“ auf der Beschilderung unbedingt befolgen, auch wenn es zuerst nicht so erscheint. Der weitere Weg wird mit zunehmender Höhe sehr steil und steinig, es gibt ein paar ausgesetzte Stellen im Bereich der Frickenhöhle. Ich würde diesen Weg auch nicht an feuchten Tagen wählen, es kann sehr rutschig werden. Ansonsten ist der Aufstieg durch den Mischwald überwiegend angenehm schattig und führt später zum Gipfel hin durch Latschen und kleinere Geröllfelder.
Eine Alternative zu diesem Weg wäre der Aufstieg über den Oberauer Steig (FK), die Entfernung zum Hohen Fricken ist in etwa gleich.

Nach einer Gipfelrast geht es weiter nach Norden, zuerst am Grat entlang durch Latschen wieder etwas abwärts, aber gut zu gehen. Auf der Almwiese vorm Bischof geht’s dann westlich um den Gipfel herum. Hier wird der Weg wieder etwas steinig und führt stellenweise durch Geröllfelder unterhalb des Kareck und des Oberen Rißkopf zur Weilheimer Hütte. Von dort sind es zum Gipfel nur etwa 30 Minuten.


Nach einer Pause erfolgt der Abstieg in nördlicher Richtung um das Obere Michelfeld herum. Der Abschnitt ist sehr gut und schnell zu gehen, nach dem Hohen Kisten geht’s dann links steil bergab in Richtung Eschenlohe. Der Teilabschnitt bis zum Pustertal-Jagdhaus ist erst gut zu gehen, führt aber im weiteren Verlauf durch ein steiles Schotterfeld, hier war der Abstieg sehr mühsam. Ab dem Jagdhaus wird der Weg dann wieder besser und auch schöner, allerdings sind noch immer einige Höhenmeter zu überwinden. Etwa 6 km vor Eschenlohe kann man sich dann für einen sehr gut begehbaren Forstweg entscheiden, der einen schnell vorwärts bringt. Wer nach dieser Tour noch fit ist, schaut bei der Asamklamm vorbei.

Aufstieg zum Hohen Fricken: ca. 3 h
Wanderung zur Weilheimer Hütte: ca. 2 h
Abstieg nach Eschenlohe: ca. 3,5 h
Karte: KOMPASS WK 5, “Wettersteingebirge – Zugspitzgebiet”
GPS: Garmin Oregon 300  Tagestour durch das Estergebirge (37.7 KiB, 694 hits)

Weiterführende Informationen

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