Die Tage an der Ostsee waren zwar schön und erholsam, aber auch ziemlich flach, da wird mir immer ganz schwindelig. Kaum zurück in München, war ich dann tags darauf gleich zu einer Tour in die Berge losgezogen und bin zum Trainsjoch hoch gegangen.

Obere Trockenbach Alm und MariandlalmBisher hatte ich kaum Gelegenheit, mich im schönen Tirol umzusehen, obwohl es ja vor der Haustür liegt – mal spielte das Wetter nicht mit, mal war der Zeitrahmen zu knapp, um mit dem ÖPNV bis in die tiefen Täler und Schluchten vorzudringen. Außerdem werden die Berge gleich mal noch ein paar Meter höher und kraxliger, so daß man etwas mehr Zeit für eine Tour einplanen muß. Von München aus bieten sich daher am ehesten der Schinder und das Trainsjoch für eine kleine  Tagestour an.

Thierseer PanoramawegDer Weg über das Trainsjoch führt genau an der Grenzlinie zu Österreich entlang und bei dieser Tour komplett durch Tiroler Gebiet. Die üblicherweise gegangene Route ist etwas kürzer und lässt sich prima als Halbtagswanderung realisieren, ich habe jedoch einen kleineren Umweg über die Trainsalm gemacht und bin entlang des Panoramawegs zum Startpunkt zurück gegangen, wofür man etwa 1 Stunde mehr Zeit benötigt. Das lohnt sich aber allemal, da man lange einen sehr schönen Blick über das Thierseer Tal hat.

Routenbeschreibung

Das Trainsjoch ist ein Grenzberg zwischen Tirol und Bayern und trotz der etwas ungünstigen Erreichbarkeit mit dem ÖPNV kein einsames Wanderziel. Die ganzjährig bewirtschaftete und schön am Südhang gelegene Mariandlalm zieht besonders die Besucher an, auch jene die garnicht auf den Gipfel wollen. Die Anreise zum Start- und Zielpunkt erfolgt zur Zeit am besten mit dem Auto, da der regionale Busverkehr auf dieser Strecke leider eingestellt wurde. Man kann allerdings von München aus mit der Bahn bis zur Endhaltestelle Bayrischzell fahren, das Fahrrad mitnehmen und die knapp 6 km bis zum Parkplatz unterhalb vom Ursprung bequem radeln. Auf dem Rückweg zum Bahnhof hat man dann Gelegenheit für eine schöne Einkehr in der Bäckeralm oder beim Zipflwirt, die Züge fahren stündlich bis spät abends nach München zurück.

Vom Startpunkt führt der gut begehbare Wirtschaftsweg erst mäßig steil ein Stück am Trockenbach entlang, von dort wechselt man nach ca. 1 km auf einen kürzeren und naturnahen Pfad zur Mariandlalm hoch, der den Wirtschaftsweg noch ein paar mal kreuzt. Für den Weg zur Alm benötigt man ca. eineinhalb Stunden.

Höhenprofil
Höhenprofil
Distanz: 13, 3 km
Höhenmeter: ca. 830 m
Belag: Naturnahe Pfade, Forst- und Wirtschaftswege
Kategorie: mittelschwere Wanderung
Wanderroute 665508 - powered by Wandermap

Nach der Alm führt der Weg gleich steil zum Grat hoch, man kreuzt dabei den Weg zum Nesseltal. Der Weg durch dieses Tal bietet eine sehr schöne alternative Rundwanderung, wenn man beim Anstieg die Mariandlalm noch auslassen möchte. Als Start- und Zielpunkt für diese Variante wählt man die Bäckeralm und muß dann allerdings ein Stück an der Straße entlang gehen.

Auf dem Grat entlang geht es dann weiter steil ansteigend zum Gipfel, an einigen Stellen ist gute Trittsicherheit erforderlich. In warmen Tagen sollte man auch genug zu trinken dabei haben, die Tour ist konditionell etwas anspruchsvoll und es gibt kaum schattige Stellen für eine kurze Pause.
Auf dem Gipfel angekommen hat man einen herrlichen Ausblick auf die Tiroler Berge und über das Thierseer Tal hinweg. Von hier führt der übliche kurze Abstieg in südlicher Richtung zügig nach unten, kurz vorm Ascherjoch rechts ab zur Mariandlalm und entsprechend dem Anstieg zum Parkplatz zurück.


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Der längere Abstieg führt weniger steil abfallend weiter auf dem Grat entlang in östlicher Richtung bis zum 1400er Kreuz, von dort zügig zur Trainsalm hinab. Stellenweise ist der Weg über die Almwiese kaum erkennbar, aber unproblematisch zu gehen. In der Jausenstation bietet sich dann auch nochmal eine Pause an, sofern sie geöffnet ist. Das Getränke- und Speisenangebot ist zwar begrenzt, aber die Veranda ist sehr urig und gemütlich.

Wilder KaiserGleich hinter der Hütte führt dann ein schöner Panoramaweg leicht abfallend entlang des Hinteren Sonnberg nach Landl und zum Parkplatz am Ursprung hinab. Man hat noch lange eine schöne Aussicht über das Tal zum Wilden Kaiser hinüber, und gelegentlich lädt sogar eine Holzbank zur kurzen Rast ein. Die letzten 5 Kilometer geht man wieder bequem auf einem Wirtschaftsweg. Die Beschilderung ist sehr gut, man benötigt eigentlich kein Kartenmaterial.


Dauer: ca. 5 Std., zzgl. Pausezeiten
Karte: KOMPASS WK 008, "Bayrischzell Schliersee", ISBN 978-3-85491-352-8
GPS: Garmin Oregon 300
  Rundwanderung Trainsjoch (35.5 KiB, 997 hits)

Weiterführende Informationen

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