Rundwanderung über den Großen Traithen

Diese Bergwanderung südlich von Bayrischzell führt über den Großen Traithen und über die Steilenalm wieder zurück.

In diesem Sommer sind die schönen Tage ohne die Gefahr eines aufkommenden Gewitters wirklich etwas rar. Also habe ich mich entschlossen, unter der Woche einen Tag frei zu nehmen und in den Bergen beim Wandern über ein paar ToDo's nachzudenken. Etwa 2-3 Wochen zuvor war ich mit Freunden auf einer geführten Wanderung über den Brünnstein gekrabbelt und dabei am Traithen vorbei gekommen. Die Gegend kannte ich noch nicht so genau und wollte sie mir unbedingt mal näher ansehen.

Routenführung

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Informationen zur Route

Der Gipfel des Großen Traithen von Nordosten her
Der Gipfel des Großen Traithen von Nordosten her

Der Große Traithen bietet mit 1852 m und seiner Lage im Grenzgebiet zu Tirol ein wunderbares Panorama auf die umliegenden Berge im Mangfallgebirge und bei guter Sicht bis zum Großvenediger. Die Tour ist eher als leichte Bergwanderung einzustufen, erfordert aber gute Kondition und Trittsicherheit auf einigen Abschnitten.

Der Gipfel zuerst - die Tour beginnt gleich mit der größten Anstrengung. Der Anstieg von Westen her ist der kürzeste Weg zum Gipfel und bietet gerade im Hochsommer den Vorteil, daß er überwiegend durch schattigen Mischwald führt. Gleich nach dem Parkplatz hält man sich an die Markierung 658, die auf einem zuerst gut begehbaren Forstweg stetig steil nach oben führt. Schon ab etwa 1200 Höhenmeter wandelt sich der Weg in einen naturnahen Pfad, der stellenweise sehr feucht sein kann. Hier wird schon früh Trittsicherheit und gutes Schuhwerk gefordert. Die Markierungen sind sparsam, man kann sich jedoch nicht verlaufen und gelegentlich hat man einen Ausblick nach Westen in Richtung Hinteres Sonnenwendjoch und Rotwand.

Erst spät lichtet sich der Wald und zeigt den Gipfel des Großen Traithen, man erreicht das Gatter zur Fellalm und am Wegkreuz gibt's eine kleine Bank zur kurzen Rast bei schöner Aussicht. Der Weg führt weiter bis zur Fellalm hoch, dort nach rechts zum Gratweg B3, der nach einer knappen halben Stunde an der Ostflanke entlang zum Gipfel führt. Auf diesem Abschnitt ist wieder Trittsicherheit gefordert und manchmal braucht man die Hände, stellenweise können die Felsen feucht sein. Den kleinen Gipfel erreicht man sehr unvermittelt, plötzlich steht man vor dem Gipfelkreuz und kann das herrliche Panorama geniessen.

Die Fellnalm
Die Fellnalm
Blick nach Westen über die Schlierseer Berge
Blick nach Westen über die Schlierseer Berge

Der Abstieg nach Osten über den Weg 652 ist zuerst sehr angenehm zu gehen, am Latschen bewachsenen Grat entlang kommt man recht zügig vorwärts. Nach dem Gipfelkreuz des Steilner Joch geht es jedoch steil und anspruchsvoll nach unten. Auch hier sind wieder Trittsicherheit und manchmal die Hände gefordert, es ist etwas anstrengend und man ist froh, bei der Himmelmoosalm wieder bessere Wege zu finden.

Ansonsten biegt man hier nach Westen auf den gut begehbaren Weg 659 zur Steilenalm und dem Trainsjoch ab, der erst flach, später leicht steigend um das Geißenbachtal herum führt. Man hat auf dem Abschnitt noch lange eine schöne Aussicht auf den Brünnstein und das Kaisergebirge, sofern es nicht wolkenverhangen ist.
Nach der Hirschlacke wendet sich der Weg wieder kurz nach Osten, wird zum erst leicht ansteigenden Pfad, der dann aber in südlicher Richtung wieder zügig nach unten zum Weg 656 führt. Diesem folgt man bis zum Ende der Wanderung, zuerst ist es ein gut begehbarer und sehr schöner Pfad ins Nesseltal hinab, später ein breiter Wirtschaftsweg unterhalb des Trainsjoch mit angenehmen Gefälle. Nach Querung der Landstraße folgt man dieser ca. 2 km weit parallel im Wald entlang bis zum Zipfelwirt und ggfls. weiter bis zum Startpunkt am Parkplatz.

Man erreicht den Startpunkt problemlos mit dem ÖPNV, mit der Bahn bis Bayrischzell und weiter mit dem Bus bis Haltestelle Zipflwirt. Günstiger und unabhängiger unterwegs ist man mit dem Radl, es sind nur etwa 4 km bis zu dem gebührenpflichtigen Parkplatz an der Tiroler Straße. Als Einkehr bietet sich der Zipflwirt und auf den Almen, die an der Strecke liegen, bekommt man u. U. auch Getränke und kleine Speisen. Auf alle Fälle sollte man sich zumindest genug Flüssigkeit mitnehmen. Wer Lust hat, kann ab der Himmelmoosalm einen größeren Abstecher zum Brünnsteinhaus (Gehzeit ca. 30 Min.) machen, das ganzjährig bewirtschaftet ist.

Viel Spaß!

Eigenschaften der Route

Länge 19,5 km
Höhendifferenz Start bei 840 m üNN
Gesamtaufstieg 1125 m
Gesamtabstieg 1125 m
Schwierigkeitsgrad mittel

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Die Fotografie ist ein Hobby, das ich von Beginn an mehr oder weniger regelmäßig, aber immer leidenschaftlich verfolgt habe.

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